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Datum: 18.05.2020
ÄRZTEORGANISATION FORDERT EINHALTUNG DER MENSCHENRECHTE UND DES VÖLKERRECHTS
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Drohende Annexion von Teilen des Westjordanlandes

Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW hat Außenminister Maas in einem
Brief aufgefordert, die Pläne der neuen israelischen Regierung zur
Annexion von Teilen des Westjordanlandes als eklatanten Völkerrechtsbruch
zu kritisieren. Die Bundesregierung solle sich für einen tragfähigen
Frieden einzusetzen, der die Positionen beider Konfliktparteien
respektiert und für beide annehmbare Kompromisse enthält.
Waffenlieferungen nach Israel sollten gestoppt werden.

Andreas Müller hat in Amos 1/2020 zum Kapp-Putsch in Dortmund vor 100 Jahren geschrieben und wegen Corona seinen Vortrag, der eigentlich auf einer Veranstaltung gehalten werden sollte, ins Internet gestellt. Allen als Ergänzung zu dem Artikel empfohlen.

Die Amos-Redaktion

 

Hier ein Vortrag von Andreas Müller zu 100 Jahre Märzrevolution in Dortmund: 100 Jahre Märzrevolution (Vortrag)

https://www.youtube.com/watch?v=qORIP9w1UGo&feature=youtu.be

Wir erleben gerade die schlimmste globale Gesundheitskrise der letzten Jahrzehnte. All die Ärzt*innen, Pfleger*innen und vielen anderen Menschen, die sich gerade mit viel Einsatz und persönlichen Risiko um Betroffene kümmern, verdienen unseren Dank und unsere Anerkennung. Vor allem verdienen sie aber auch unsere politische Solidarität. Um diese Krise möglichst gut zu überstehen, müssen wir ihnen und der Wissenschaft  jetzt zuhören, ihre Perspektiven sichtbar machen und ihre Forderungen an die Politik stärken. Spätestens jetzt spüren wir alle, dass es auf die Beschäftigten im Gesundheitswesen ankommt und dass sie viel zu lange alleine gelassen wurden. Unter dem Dogma der Wettbewerbsfähigkeit wurde in den letzten 30 Jahren im Gesundheitswesen massiv gespart, was zu Personalmangel, Krankenhausschließungen und niedrigen Löhnen geführt hat. 

Aus: JW Ausgabe vom 04.03.2020, Seite 10 / Feuilleton

Ernesto Cardenal: Priester, Sandinist, Kulturminister

Und obendrein des Marxismus »beschuldigt«: Nachruf auf den Dichter und Befreiungstheologen Ernesto Cardenal

Von Gerhard Feldbauer

Oswaldo Rivas/REUTERS

»Beiträge zur Weltliteratur«: Ernesto Cardenal auf einem Literaturfestival in Granada, Nicaragua, Februar 2010

Als führender Repräsentant der Befreiungstheologie unterstützte der nicaraguanische Priester und Schriftsteller Ernesto Cardenal in den 70er Jahren die sandinistische Bewegung im Kampf gegen die Somoza-Diktatur und übernahm nach deren Sturz 1979 in der Regierung von Daniel Ortega das Amt des Kulturministers. Am Sonntag ist er im Alter von 95 Jahren verstorben. Obwohl Cardenal sich 1994 von der Partei der Sandinisten, FSLN, abwandte und scharfe Kritik an Präsident Ortega übte, lässt dieser in einer dreitägigen Staatstrauer den Toten und sein Vermächtnis ehren.